Ein kleiner Tiger für die kleine Maus

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Hallo, meine Lieben! Nach einigen Überlegungen stellte es sich vor einigen Tagen heraus, dass unsere Tochter Lust hätte, zur Faschingsparty in der KiTa als Tiger zu gehen. Die Kostüme, die ich im Internet finden konnte, waren alle nicht nach meinem Geschmack, viel zu warm, alles Einteiler oder nicht in der richtigen Größe erhältlich… Also habe ich im Internet einen Stoff rausgesucht und bestellt, um ihr ein kleines Kostüm zusammenzubasteln.

Gestern kam nun das Paket an und als wir es ausgepackt haben, wollte sie mit dem Tiger sofort etwas machen. Alle Hinweise, dass es bisher nur Stoff ist und noch kein richtiger Gegenstand, verhallten unbeachtet. Also nähte ich spontan ein kleines Tigerkissen, mit dem wir schonmal viel Spaß hatten. Weil sie dieses gleich so ins Herz geschlossen hat, habe ich dann gleich noch eine Spätschicht eingelegt, nachdem sie im Bett war, und habe das Kissen, das jetzt der Tigerbauch ist, um Kopf, Gliedmaßen und Schwanz erweitert. Ohne Perfektionsanspruch, so schnell ich konnte, damit ich es am Abend noch fertig kriege. 🙂

Weil ich nur so wenig Zeit hatte, habe ich leider weder Fotos gemacht, noch kann ich euch eine richtige Anleitung anbieten, denn es ist eine komplette Improvisationsleistung meinerseits. Erlaubt ist, was funktioniert. Bei dem Tiger habe ich, weil ja der Bauch schon fertig war, einfach ein bisschen mehr entspannt und weniger perfekt genäht, d.h. ich habe ihn an einigen Stellen wieder aufgetrennt und die Teile einfach von außen festgenäht. Wenn man es ganz hübsch machen möchte und auch gleich mit dem Plan anfängt, kann die Teile natürlich gleich von Anfang an richtig von innen vernähen und dann wieder ausstülpen. Wer trotzdem gern eine Anleitung hätte, schaue gerne einmal in meinem Adventskalender nach, dort habe ich eine Videoanleitung für selbst genähte Kummertiere verlinkt und auch eigene Beispiele gezeigt. Den Reißverschluss kann man natürlich weglassen.

Und siehe da, der Tiger wurde heute morgen gleich super angenommen. Er hat mit gefrühstückt, ein Buch gelesen, nach dem Zähneputzen Trost gespendet und ist nun mit in der KiTa! Ein voller Erfolg also!

Ich möchte Euch deshalb ermuntern, Euren Perfektionsanspruch auch in Punkte Nähprojekte (oder überhaupt) getrost ab und zu an den Nagel zu hängen und Euch nur auf das Ziel zu besinnen, was Ihr damit verfolgt. Mein Ziel war es, unserer Tochter eine Freude zu machen und einen kleinen neuen Kuschelkameraden zu schenken, der ganz von Herzen kommt. Da sie noch keine Ahnung hat, wie man „richtig“ näht, dass es „unschön“ ist, wenn man die Nähte sieht und dass Kuscheltiere am besten symmetrisch sind, bewertet sie ihn ganz anders, als ich die reine handwerkliche Leistung auf Basis meiner Rückmeldungen in früheren Zeiten, z.B. von der Handarbeitslehrerin, vielleicht bewerten würde. Piepegal! Toller Tiger!

In diesem Sinne: gönnt Euch heute mal wieder ein bisschen Un-Perfektion und genießt Euren Tag!

Herzliche Grüße

Eure Catrin Grobbin

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Hello dear! After thinking a bit, my daughter desided that she would like to go as a tiger to Fasching in her Kindergarden. I didn’t like the costumes that I found in the internet so I decided to sew one and bought some fabric.

Yesterday the package came by mail and when we had opened it, she immediately wanted to do something with the tiger. She just ignored my comments that it was just fabric and not a tiger yet, so I made a little pillow. She liked it so much that I stayed up late to make a tiger out of it. Without trying to be perfect, as fast as I could to get some sleep still. 🙂

Because I didn’t have so much time, I didn’t take any pictures, nor do I have a tutorial for it as I just improvised it. What works is allowed. It is not perfekt, and it’s okay. Who wants do do a more perfekt one of couse can work with a plan in the right sequence. For a tutorial look at the link in my article for self made worry-eating-animals, of course without the zipper.

Our daughter at once liked the tiger. He had breakfast with us, read a book, conforted her after teeth-brushing and now accompanied her in the kindergarden. Big success!

Therefore I want to encourage you to drop your striving for perfection when sewing (or in live) and remember the goal you have. Mine was to give my daughter joy and a new companion coming from the heard. She doesn’t know yet about the „rules“ of sewing, what „looks pretty“ and that stuffed animals should be symmet. She evaluates completely different than I would having in mind former jugdments, e.g. from school teachers. Doesn’t matter! Great tiger!

So: allow yourself a little imperfection today and enjoy your day!

Kind regards

Catrin Grobbin

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